Bausteine-Regelwerk-Rekorde

Blockdiagramm "Streckenvermessung im Bereich des DLV"

Die Streckenvermessung von stadionfernen Lauf- und laufähnlichen Veranstaltungen mit leichtathletischem Wettkampfcharakter einschließlich Straßen-, Cross-, Berg-, Landschafts- Trail- und Geländeläufe wird von national und international akkreditierten DLV-Streckenvermessern als Kampfrichter der Leichtathletikverbände durchgeführt.

Für die Vermessung von Straßenwettbewerben des DLV ist die Regel 240 der internationalen Wettkampfregeln (IWR) zu beachten:

  • Straßen- und Volkslauf – Wettbewerbe
  • Gehen – Wettbewerbe
  • Wettbewerbe der DUV (Deutsche Ultramarathon-Vereinigung e.V.)
  • Leichtathletik-Wettbewerbe der Special Olympics auf der Straße.

Die Messung erfolgt mit dem am Vorderrad eines Fahrrads montierten Messgerät „Jones-Counter“ und ist die seit den 70er Jahren von der „Association of International Marathons and Distance Races“ (AIMS) favorisierte und die einzige von der „International Association of  Athletics Federations“ (IAAF) anerkannte Messmethode (Regel 240.3 IWR).

Grundlage für das vom DLV herausgegebene „Handbuch für den Streckenvermesser“ ist das von der IAAF gemeinsam mit der „International Association of Athletics Federations“ (AIMS) herausgegebene Regelwerk „The Measurement of Road Race Courses“ (3. Ausgabe vom 07.05.2008 – Autoren: Dave Cundy-IAAF und Hugh Jones-IAAF/AIMS).

Der DLV hat das Handbuch für die Tätigkeit der Streckenvermesser im Bereich der Arbeitsgemeinschaft der Regelkommission von DLV, FLA, ÖLV und SLV veröffentlicht (Autoren: Udo Brandt und Karl Josef Roth). Die Dokumentation dient u.a. einem einheitlichen Verfahrensablauf bei der örtlichen Vermessung, der Protokolldokumentation und der Zertifizierung in den Mitgliedsverbänden der Arbeitsgemeinschaft.

Die Eintragung von Rekorden erfolgt in die Bestenlisten des DLV und der DUV für zertifizierte Straßenwettbewerbe.

Für die Anerkennung eines Deutschen Rekords bzw. zur Aufnahme einer Leistung in die Bestenliste genügt es, dass die offizielle Streckenvermessung von einem vom DLV anerkannten Streckenvermesser [A/B/C-Grad] vorgenommen wurde und das Vermessungsprotokoll vom DLV genehmigt ist.

Die IAAF hat auf der Grundlage der Internationalen Wettkampfregeln (IWR) den Nationalen Verbänden empfohlen, die folgenden Bestimmungen zum Gegenstand für die Anerkennung ihrer nationalen Rekorde zu machen; dem ist der DLV mit den Nationalen Bestimmungen zu Regel 260 IWR nachgekommen:

  • Start und Ziel der Strecke dürfen in Luftlinie nicht weiter als 50% der Streckenlänge voneinander entfernt liegen
  • Das Gefälle zwischen Start und Ziel darf das Verhältnis von durchschnittlich 1:1000 nicht überschreiten, d.h. 1 m pro km
  • Der Geher-Rundkurs mit einem möglichen Start und Ziel in einer Leichtathletikanlage darf nicht kürzer als 2,0 km und nicht länger als 2,5 km sein.

Für die Anerkennung eines Deutschen Rekords bzw. zur Aufnahme einer Leistung in die Bestenliste genügt es, dass die offizielle Streckenvermessung von einem vom DLV anerkannten Streckenvermesser [A/B/C – Grad] vorgenommen wurde und das Vermessungsprotokoll vom DLV genehmigt ist.

Die Zertifizierung der Veranstaltung erfolgt durch ein Vermessungsprotokoll

  • nach den Vorgaben der internationalen Organisationen IAAF & AIMS und des Deutschen Leichtathletikverbandes DLV
  • auf der Grundlage der Internationale Wettkampfregeln (IWR) und des Regelwerks der DUV für die Zertifizierung mit IAU-Label-Veranstaltungen.
Internationale Streckenvermessung